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Knappschaftsheilstätte Sülzhayn


TBC war früher eine ernst zu nehmende Krankheit, die vor allem die ärmere Bevölkerung traf. Auf Betreiben der Versicherungsträger wurden nicht nur in Deutschland viele Sanatorien gebaut, mit dem Ziel, die Arbeitskraft zu erhalten.

Sanatorien wurden vor allem in Gebieten mit sauberer Luft gebaut, um den Heilansatz zu unterstützen. Die
Tuberkulose ist mittlerweile besiegt und aus dem Bewusstsein der Gesellschaft verdrängt. Die damals aus dem Boden gestampften Sanatorien stehen teilweise noch heute und sind stumme Zeugen dieser Zeit.

Im südlichen Harz gelegen findet man die
Knappschaftsheilstätte Sülzhayn. Von 1898 an wurde das Objekt als Lungenheilstätte für Bergleute geführt, erbaut in nur 2 Jahren. In den beiden Weltkriegen diente es, wie viele andere Heil- und Kuranstalten, als Lazarett. In der Nachkriegszeit nutzte die russische Armee die Heilstätte.

Bevor das Gebäude Ende der 1990er Jahre aufgegeben wurde, war es Krankenhaus für Querschnittsgelähmte. Erstaunlich ist, wie in den Zeiten der DDR die beiden Kapellen in eine Turnhalle bzw. Schwimmbad umgebaut wurden. Mittlerweile hat der Vandalismus auch hier seine traurigen Spuren hinterlassen.

Links zum Thema:
- StückSicht mit
Bildern der Heilstätte
-
Bilder und Textbeiträge von Klaus Lipinski
- Architekturwelt Sülzhayn mit
historischen Bildern