Wappen

Bei meinen Exkursionen, insbesondere die erlaubnisfreien Begehungen von Châteaus oder Villen, sind mir oftmals Wappen begegnet. In der Regel waren das Familienwappen. Wenn nicht vor Ort im Objekt, dann begegneten sie mir spätestens bei der anschließenden Recherche. Begeisternd ist die Tatsache, dass eine so alte Tradition bis heute Bestand in der Gesellschaft hat. Denn die Geschichte der Wappen reicht bis ins Mittelalter zurück. Es sind schildförmige Zeichen, angelehnt an den Schild als Schutzwaffe des Mittelalters. Ein Wappen kann auch für eine Stadt oder ein Bundesland stehen – was wir alle aktuell kennen. Symbolisch kann ein Wappen auch die Bedeutung einer Familie oder einer Person repräsentieren und auch legitimieren.

Etymologisch sind Wappen mit der Waffe gleichzusetzen: Der Begriff stammt, wie ich erfahren habe, aus dem Mittelniederländischen „wâpen“ und war ursprünglich bedeutungsgleich mit mittelhochdeutsch „wâfen“ - was für Waffe oder Rüstung steht. Eine sprachliche Verwandtschaft finden wir auch im englischen Wort „weapon“. Wer an dieser Stelle tiefere Informationen braucht, findet bei Wikipedia einen ausführlichen Artikel.

Bisher begegnet sind mir Familienwappen und Personenwappen. Unabhängig von Adelsstand oder Bürgerlichkeit werden die Familienwappen nach Gewohnheitsrecht an direkte männliche oder weibliche Nachkommen mit deren Geburt weitergegeben. Sie können solange geführt werden, solange der Name des Wappenstifters beibehalten wird. Familienwappen werden nicht, wie oftmals fälschlich behauptet, vererbt! Eine Vererbung würde erst beim Tod des Wappenstifters der Fall sein und könnte auch Familienfremde berücksichtigen. Ein Personenwappen darf nur von einer bestimmten Person geführt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Amtswappen wie das eines Bischofs. Aus diesem Grund kann es nicht weitergegeben oder übertragen werden.

Ein Siegelring mit Wappengravur ist etwas Besonderes, weil gleichzeitig ästhetische Aspekte eines hochwertigen Schmuckstückes mit sich bringt.

Interessant ist die Tatsache, dass das Führen von Familienwappen in Österreich seit 1919 im Zuge des Adelsaufhebungsgesetzes verboten ist. Dieses wird in der Praxis zwar nicht beachtet, führt aber dazu, dass Familienwappen bezüglich ihrer Führung keinen gesetzlichen Schutz mehr genießen.

Digitalkamera vs. Handykamera

Bei meinem letzten Fotoeinsatz habe ich ein paar Belegaufnahmen mit dem Handy gemacht. Anschließend war ich wirklich erstaunt, in was für einer Qualität die Bilder der aktuellen Mobiltelefone gemacht werden, und das auch bei Dunkelheit. Da kommt schnell die Frage auf, ob wir irgendwann nur noch mit Handys fotografieren. Auf den ersten Blick sind das Topp-Aufnahmen, weit weg von Handyknipserei. Dennoch - wenn man ins Detail geht (z.B. Vollbild oder leicht vergrößert), erkennt man, dass die Aufnahmen keinen großen Ansprüchen gerecht werden. Auf dem Handydisplay sehen sie noch am Besten aus. Es sind halt Algorithmen und KI, die in diesem Falle für eine eindrucksvolle Aufnahmen sorgen. Schaut man sich - falls es zum Funktionsumfang des Handys gehört - das RAW an, wird deutlich: Das Bild macht zu einem recht großen Anteil die Software, denn die Rohaufnahme ist in der Regel wenig ansehnlich.

Dennoch werde ich bei den kommenden Fotoeinsätzen das Handy weiterhin aus der Tasche holen. Kompakter und schneller kann man kein Foto machen. Meine Digitalkamera mit den entsprechenden Objektiven wird so schnell nicht ersetzt. Interessant ist, wenn man die KI-Technologie auf die Fotografie mit einer hochwertigen Digitalkamera projiziert. Was ist da möglich?


Updates

Endlich finde ich die Ruhe, einige unveröffentlichte Objekte zu bearbeiten und hochzuladen. In den letzten Jahren war ich hin und wieder unterwegs gewesen. Jedoch fehlte mir irgendwie die Muße, an die Bilder heranzugehen.

Jetzt sind 3 Objekte online:

- Chateau Cinderella (2019)
- Blue Tower (2018)
- Church of 1000 arches (2019)

Weitere Veröffentlichungen stehen bevor. Ihr könnte gespannt sein.

Viele Grüße aus dubtown
Daniel

Ich bin noch da

Auch wenn es auf dubtown schon lange keine neue Veröffentlichung gab: Ich bin noch da. Bedingt durch persönliche Herausforderungen und nicht zuletzt durch Corona gab es nur wenige bis keine Möglichkeiten, auf Tour zu gehen. Das soll sich im kommenden Jahr ändern, wenn es die Pandemie dann auch zulässt.

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund!

Euer Daniel