Kent School offline

Wieder einmal kommt es dazu, dass ich gezwungen bin, ein Objekt auf dubtown zu löschen. In diesem Falle ist es die Kent School (Anstalt Waldniel-Hostert) mit den Bildern aus 2008. Es geht um das erlaubnisfreie Betreten des Geländes und die Veröffentlichung der Bilder. Um einen Rechtsstreit mit dem Eigentümers des Geländes zu vermieden, ist dieses notwendig.

Ich bedauere es sehr, denn es geht mir vor allem darum, dass die schreckliche Vergangenheit dieses Objektes nicht in Vergessenheit gerät. Leider zieht die Veröffentlichung aber auch Idioten an, die aktuell immer noch das Gelände aufsuchen und Schaden anrichten.

Um eine Anzeige und dessen Folgen zu vermeiden, habe ich die Seite gerade vom Netz genommen.

Nuklearbunker unter verlassenem Haus gefunden

Einen spektakulären Fund machte vor kurzem ein Urban Explorer aus Australien. In einem alten Herrenhaus stolperte er über einen Teppich, unter dem sich eine Falltür befand. Holzleitern führten in die Tiefe zu einem ausgebauten Nuklear-Bunker.

Der Bunker war von einem Vorbesitzer im Kalten Krieg gebaut worden und bat Schutz für eine ganze Familie. Vorhanden war ein Badezimmer, eine Waschküche, ein Schlafzimmer und ein Wohnzimmer. Der Bunker hatte auch extrem große und schwere Stahltüren, die nur mehrere Personen hätten bewegen können. Außerdem hat der Nuklear-Bunker Regenwassertanks, eine Wasseraufbereitung, Stromerzeuger und ein Lüftungssystem.

Auf der Homepage des Explorers sind Bilder, ein Video und eine 3D-Darstellung des Objektes zu finden.

Neulich, im Mailpostfach

Was mich freute:

- Eine Mail mit wertschätzenden Worten über meine Bilder
- Eine freundliche Frage, ob man das eine oder andere Bild für einen privaten Kalender nutzen darf
- Höfliche Frage, ob das etwas kosten würde

Was ich machte:

- Hole die Bilder aus Lightroom und vergrößere sie nochmals
- Versende die Bilder per Mail
- Nenne keinen Preis, sondern bitte nur um eine kleine Spende via PayPal

Was dann passierte:

-Nichts

Nachruf Hans-Peter Bärtschi

Hans-Peter Bärtschi ist gestorben. Er war ein "Vorkämpfer" für die Industriekultur und hinterlässt viele Spuren. Und das sind nicht nur 380.000 Fotografien und unzählige Publikationen. Sein Buch "Der endliche Fortschritt: Unterwegs zur Zerstörung der Industriekultur" hat mich nachhaltig beeinflusst.

In der Neuen Zürcher Zeitung ist ein Nachruf über ihn zu finden.

Kaufen von Koordinaten

Ich bin gerade dabei, meine Projekte mit aktualisierten Links zu vervollständigen, diese Arbeit mache ich immer mal wieder. Über zwei traurige Fakten stolpere ich dabei:

- Viele Objekte sind inzwischen abgerissen, neu genutzt oder maximal zerstört
- Es gibt zu fast jedem Objekt Koordinaten zu kaufen

Der zweite Punkte ist mein persönlicher Aufreger. Was ist los in dieser inzwischen teilweise verkommenden Urbex-Szene? Da biete ich auf einer Webseite gegen Geld (Paypal) die Koordinaten eines Urbex-Objektes zum Kauf an? Ab 5 Adressen gibt es dann Rabatt…

Da schreibt eine deutsche Webseite unter Anderem: "…Adressen weitergeben ist ein heiß und kontrovers diskutiertes Thema… die überwiegende Zahl der Urbexer möchten ihre Schätzchen für sich behalten… von Kodex ist die Rede… es ist jedoch von egoistischer Natur, die Koordinaten nicht preiszugeben…"

"Das Hobby hat sich überlebt, geschluckt von den Eitelkeiten, die über soziale Medien verbreitet werden", schreibt der Autor von "Der Spurensammler", eine von mir sehr geschätzten Webseite zum Thema. Recht hat er.

Mir persönlich fehlen einfach die Worte…

Viele Grüße aus dubtown
Euer Daniel

20 Jahre dubtown

Wie die Zeit doch rennt. Im Frühjahr 2001 ging die erste Version der Website dubtown ans Netz.
Das ist jetzt 20 Jahre her. Was in dieser Zeit alles passiert ist, was für Bilder da zusammengekommen
sind und ob es überhaupt weitergeht, habe ich auf einer Sonderseite zusammengestellt.

Viele Grüße aus dubtown
Daniel

dubtown Bier

Marketing ist alles Happy

So ist es auch bei dubtown urban exploring. Es gibt jetzt endlich
das dubtown-Bier! Ich lade euch herzlich ein, meine kleine Kneipe im Süden
von Seattle zu besuchen. Es lohnt sich! Prost!

Viele Grüße aus dubtown
Daniel

Beer named dubtown

Update

Hallo zusammen,

im Herbst 2019 hatte ich einige Objekte in Belgien besucht, die recht lange Zeit auf meiner Festplatte verbrachten. Ein Ziel war das Berhardinerinnen Internat.

Sonnige Grüße aus dubtown wünscht
Euer Daniel

Wappen

Bei meinen Exkursionen, insbesondere die erlaubnisfreien Begehungen von Châteaus oder Villen, sind mir oftmals Wappen begegnet. In der Regel waren das Familienwappen. Wenn nicht vor Ort im Objekt, dann begegneten sie mir spätestens bei der anschließenden Recherche. Begeisternd ist die Tatsache, dass eine so alte Tradition bis heute Bestand in der Gesellschaft hat. Denn die Geschichte der Wappen reicht bis ins Mittelalter zurück. Es sind schildförmige Zeichen, angelehnt an den Schild als Schutzwaffe des Mittelalters. Ein Wappen kann auch für eine Stadt oder ein Bundesland stehen – was wir alle aktuell kennen. Symbolisch kann ein Wappen auch die Bedeutung einer Familie oder einer Person repräsentieren und auch legitimieren.

Etymologisch sind Wappen mit der Waffe gleichzusetzen: Der Begriff stammt, wie ich erfahren habe, aus dem Mittelniederländischen „wâpen“ und war ursprünglich bedeutungsgleich mit mittelhochdeutsch „wâfen“ - was für Waffe oder Rüstung steht. Eine sprachliche Verwandtschaft finden wir auch im englischen Wort „weapon“. Wer an dieser Stelle tiefere Informationen braucht, findet bei Wikipedia einen ausführlichen Artikel.

Bisher begegnet sind mir Familienwappen und Personenwappen. Unabhängig von Adelsstand oder Bürgerlichkeit werden die Familienwappen nach Gewohnheitsrecht an direkte männliche oder weibliche Nachkommen mit deren Geburt weitergegeben. Sie können solange geführt werden, solange der Name des Wappenstifters beibehalten wird. Familienwappen werden nicht, wie oftmals fälschlich behauptet, vererbt! Eine Vererbung würde erst beim Tod des Wappenstifters der Fall sein und könnte auch Familienfremde berücksichtigen. Ein Personenwappen darf nur von einer bestimmten Person geführt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Amtswappen wie das eines Bischofs. Aus diesem Grund kann es nicht weitergegeben oder übertragen werden.

Ein Siegelring mit Wappengravur ist etwas Besonderes, weil gleichzeitig ästhetische Aspekte eines hochwertigen Schmuckstückes mit sich bringt.

Interessant ist die Tatsache, dass das Führen von Familienwappen in Österreich seit 1919 im Zuge des Adelsaufhebungsgesetzes verboten ist. Dieses wird in der Praxis zwar nicht beachtet, führt aber dazu, dass Familienwappen bezüglich ihrer Führung keinen gesetzlichen Schutz mehr genießen.

Digitalkamera vs. Handykamera

Bei meinem letzten Fotoeinsatz habe ich ein paar Belegaufnahmen mit dem Handy gemacht. Anschließend war ich wirklich erstaunt, in was für einer Qualität die Bilder der aktuellen Mobiltelefone gemacht werden, und das auch bei Dunkelheit. Da kommt schnell die Frage auf, ob wir irgendwann nur noch mit Handys fotografieren. Auf den ersten Blick sind das Topp-Aufnahmen, weit weg von Handyknipserei. Dennoch - wenn man ins Detail geht (z.B. Vollbild oder leicht vergrößert), erkennt man, dass die Aufnahmen keinen großen Ansprüchen gerecht werden. Auf dem Handydisplay sehen sie noch am Besten aus. Es sind halt Algorithmen und KI, die in diesem Falle für eine eindrucksvolle Aufnahmen sorgen. Schaut man sich - falls es zum Funktionsumfang des Handys gehört - das RAW an, wird deutlich: Das Bild macht zu einem recht großen Anteil die Software, denn die Rohaufnahme ist in der Regel wenig ansehnlich.

Dennoch werde ich bei den kommenden Fotoeinsätzen das Handy weiterhin aus der Tasche holen. Kompakter und schneller kann man kein Foto machen. Meine Digitalkamera mit den entsprechenden Objektiven wird so schnell nicht ersetzt. Interessant ist, wenn man die KI-Technologie auf die Fotografie mit einer hochwertigen Digitalkamera projiziert. Was ist da möglich?


Updates

Endlich finde ich die Ruhe, einige unveröffentlichte Objekte zu bearbeiten und hochzuladen. In den letzten Jahren war ich hin und wieder unterwegs gewesen. Jedoch fehlte mir irgendwie die Muße, an die Bilder heranzugehen.

Jetzt sind 3 Objekte online:

- Chateau Cinderella (2019)
- Blue Tower (2018)
- Church of 1000 arches (2019)

Weitere Veröffentlichungen stehen bevor. Ihr könnte gespannt sein.

Viele Grüße aus dubtown
Daniel

Lost Places: Ein Ausflug in vergangene Zeiten

Leere Fabrikhallen, verfallende Hotels und abblätternde Tapeten in ehemaligen Krankenhäusern – der schaurigen Schönheit von Bildern aus verlassenen Gebäuden kann sich niemand entziehen. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Hobbyfotografen in vergessene Ecken der Welt erkunden, statt die immer gleichen Aufnahmen der altbekannten Sehenswürdigkeiten zu machen. Doch Lost Places sind mehr als nur interessante Motive. Die Reisen zu diesen besonderen Lokalitäten sind auch mit Spannung und echtem Interesse an der Geschichte des Orts verbunden.

Einzigartige Aufnahmen

Für den Betrachter stehen natürlich die ganz besondere Stimmung der Bilder im Vordergrund. Lost Places erlauben nicht nur einen Blick in längst vergangene Zeiten, sondern wirken durch ihren offensichtlichen Verfall und die Abwesenheit von Menschen auch mystisch und geheimnisvoll. Zudem handelt es sich dabei häufig um Gebäude wie Strafvollzugsanstalten, Psychiatrien oder private Villen, die auch dann, wenn sie noch genutzt werden, für Unbefugte nicht zugänglich sind und deshalb besonders faszinierend sind. Dank der stimmungsvollen Fotos wird es aber möglich, sich selbst in diese aus der Zeit gefallenen Orte hineinzuversetzen und eine Reise durch die Vergangenheit zu unternehmen.

Geschichte sichtbar gemacht

Für Fotografen ist die Erkundung von Lost Places stets mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Viele der verlassenen und in Vergessenheit geratenen Gebäude sind schließlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sodass immer mit Überraschungen gerechnet werden muss. Am wichtigsten ist für die meisten Urban Explorer, wie sich die Fans von Lost Places selbst nennen, aber die Hintergrundgeschichte dieser ungewöhnlichen Orte. Mit ihren Bildern dokumentieren sie faszinierende Details, die bei einem späteren Abriss in Vergessenheit geraten werden. Deshalb ist es für sie auch eine Ehrensache, Lost Places nicht dem Vandalismus preis zu geben. Urban Explorer verschaffen sich selbst keinen gewaltsamen Einstieg, sie zerstören und entwenden nichts und lassen nach einer Foto-Session auch nichts außer ihren Fußspuren zurück. In den vielen Fällen bleiben auch die genauen Koordinaten der Lost Places geheim, was die Bilder für den Betrachter aber umso reizvoller macht.

Video-Preview: Road to Prypiat

Für fast jeden Urban Explorer ist Tschernobyl eine Art heiliger Gral. Einige waren bereits dort, haben an fertig-organisierten und überwachten Führungen teilgenommen. Jedoch wollten sich die 3 Filmemacher Jan-Niklas, Jakob und Lukas in der Sperrzone unabhängig bewegen, um diesen beeindruckenden Ort in einem Film festzuhalten.

Die drei Hamburger haben sich erlaubnisfrei in der Sperrzone von Tchernobyl bewegt und ihre Reise mit der Kamera dokumentiert. Das Video ist für den Sommer angekündigt, jetzt gibt es schon einen spannendes Preview, das ich euch sehr empfehle.

Blick auf Tchernobyl

Ausstellung

Uwe Niggemeier ist ein Wegbegleiter aus meinen Industriekultur-Zeiten. Im Oktober gibt er eine Ausstellung. Unbedingt ansehen!

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Update: School Of Decay

Aus meiner Tour vom Herbst letzten Jahres gibt es noch ein Update für euch: School Of Decay, eine verlassene Schule, wo der Name auch Programm ist.

School Of Decay

Update: Chez Bobonne

Aus der belgischen September-Serie kommt hier ein weiterer Lost Place: Chez Bobonne

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Update: Huize Godelieve

Aus der belgischen September-Serie kommt hier noch ein neues Objekt: Huize Godelieve

huize godelieve

Update: Ferme de Maraichage

Hier kommt ein weiteres Update aus der September-Tour durch Belgien: Ferme de Maraichage.

ferme de maraichage

Update: Maison de Viron

Aus meinem langen Wochenende im September veröffentliche ich heute ein weiteres, sehr interessantes Objekt: Das Maison de Viron, recht versteckt am Rande eines Dorfes gelegen, hat mich sehr beeindruckt. Hier geht es zur Bildergalerie.

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Update: Chateau Venetia

Der erste Fotoeinsatz nach fast 18 Monaten Pause war stramm geplant. Fünf Locations lagen am Samstag und Sonntag vor mir. Gleich nach Sonnenaufgang ging es im Chateau Venetia los. Viel Spaß beim Stöbern durch die Bildergalerie. Stay tuned for more wicked pictures.

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